Walldürn - Neubau Verrechnungsstelle

Neubau des Verwaltungsgebäudes der Verrechnungsstelle Walldürn 2016-18

Auf dem Areal um die Kirche St. Marien in Walldürn-Süd entsteht ein neues Verwaltungsgebäude für 20 Mitarbeiter der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden Walldürn. Auf der bisher unbebauten Grundstücksspitze entsteht zwischen Gregor-Mendel-Straße und der Dr.-Heinrich-Köhler-Straße ein zweigeschossiger Solitärbaukörper mit geneigten Dächern, der einerseits die Maßstäblichkeit und Materialität der umgebenden Wohnbebauung einhält und andererseits durch seine ungewöhnliche Bauform auf die Sondernutzung im kirchlichen Kontext hinweist.
Der Grundriss basiert auf einem unregelmäßigen Fünfeck, das aus der Geometrie des trapezförmigen Grundstückes entwickelt wurde. Die Schmalseite der Gebäudeaußenkante wendet sich der Straßeneinmündung zu und nimmt die gegenüber dem Obergeschoss etwas zurückgesetzte Eingangssituation auf. An der städtebaulich exponierten Stelle entsteht ein markanter Baukörper, der mit seiner ungewöhnlichen Grundrissgeometrie, den aufsteigenden und abfallenden Trauflinien und seinen gereihten Einzelfenstern traditionelle Bauformen und moderne Architektursprache miteinander verbindet.
Das innenräumliche Konzept wird bestimmt durch größtmögliche Offenheit und Transparenz. Die Büroräume umschließen in zwei Geschossen ringförmig eine zentrale Halle, die wesentlich über Dachöffnungen belichtet wird. Die Wände zwischen den Büros und der Halle sind durchgehend verglast, so dass eine große Transparenz im Inneren des Gebäudes entsteht und auf diese Weise alle Räume, Geschosse und Erschließungsbereiche optisch miteinander in Verbindung stehen. Neben ihrer Bedeutung als Empfangs- und Kommunikationsbereich nimmt die zweigeschossige Halle die zentralen Erschließungselemente, Treppe und Fahrstuhl, sowie den Nebenraumkern auf. Dagegen sind die Büroraumstrukturen mit einzelnen Funktionsräumen entlang der Fassaden angeordnet.
Die Konstruktion der Außenmauern besteht aus verputztem einschaligem Mauerwerk. Die Innenwände sind ebenfalls verputzt, soweit sie nicht aus Glas bestehen. Stützen und Geschossdecken sind aus Beton, für die Konstruktion des Dachtragwerks kommt Leimholz zum Einsatz. Die Dachdeckung besteht aus einer traditionellen und handwerklich hergestellten Titanzinkdeckung.
Insgesamt entstehen 20 Einzelbüros und ein großer Besprechungsraum mit allen notwendigen Nebenräumen. Die Nutzfläche beträgt 630qm, davon sind 468 qm Hauptnutzfläche. Das Volumen des Gebäudes umfasst 3200 cbm.
Mit dem 1. Spatenstich am 12.09.2016 beginnt die eigentliche Bauphase die bis Ende 2017 abgeschlossen werden soll, so dass das Gebäude dem Nutzer Anfang 2018 übergeben werden kann.