Dienstadt - St. Jakobus (2022)
Innenrenovation und Umgestaltung zur Kasualienkirche
Der ältere Chor der kleinen Dorfkirche stammt aus dem 14. Jhd., das Schiff in seiner heutigen Gestalt, wie auch der Hochaltar aus dem Baujahr 1783.
Mit der Innenrenovierung hat sich die Kirchengemeinde ein neues Nutzungskonzept für die kleine Filialkirche überlegt: künftig sollen hier verstärkt Jugend- und Gruppengottesdienste angeboten und neue Gottesdienstformen ausprobiert und ermöglicht werden. Die Kirche eignet sich besonders für Kasualien (Hochzeiten, Taufen, etc.). Nach der erarbeiteten Zielvorstellung wurde der Chorraum um eine Stufe abgesenkt und die Stufe nach vorne erweitert.
Die Gemeinde kann sich besser um den Altar versammeln, der Ambo erhält einen würdigen Ort und Altar, Ambo und Priestersitz stehen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Für eine flexiblere Gottesdienstnutzung werden die vorhandenen Kirchenbänke durch Stühle ersetzt.
In der technischen Ausstattung wird die Beleuchtung und die elektroakustische Anlage erneuert, der Einsatz
audiovisueller Medien wird ermöglicht.
Das Heizungskonzept wird unter Umweltgesichtspunkten geändert. Die vorhandene Elektrolüftungsheizung aus dem Jahr 2007 bleibt bestehen und übernimmt künftig die Beheizung des Gebäudes auf Grundtemperatur. Abgehängte Infrarotstrahler-Platten im Bereich des Gestühls erwärmen das Umfeld während der Gottesdienste.
Weitere Renovierungsmaßnahmen sind: Die Putzerneuerung im Sockelbereich, die Sicherung von hohlliegenden Putzflächen und Überarbeitung der vorhandenen Risse, die Reinigung, Retuschierung und eine egalisierende Neufassung der Putzflächen an Wand und Decke, die Reinigung, Festigung der Fassungen an der Ausstattung und das Anbringen kleinerer Retuschen sowie Sicherungs-arbeiten am Glockenstuhl und an der Glockenstube.
Altar und Ambo sind aus Schönbrunner Sandstein gebrochen. Vorder- und Rückseite zeigen eine durch den natürlichen Bruch entstandene Oberfläche. Gegliedert wird diese durch die Spuren der senkrecht verlaufenden Sprengbohrungen. Durch die gesägten Seitenflächen werden einfache Tischformen assoziierbar. Im lebendigen Schattenbild der natürlichen Bruchkante findet die barocke Formenvielfalt des Hochaltares ihre Fortsetzung. Der Taufstein wird neu positioniert.
