Neuhausen-Steinegg - Maria Rosenkranzkönigin (2012)

Innenrenovation des Kirchenraumes und Umgestaltung des Chorraumes

Die Kath. Filialkirche Maria Rosenkranzkönigin in Neuhausen-Steinegg wurde in den Jahren 1962/63 nach Plänen des Stuttgarter Architekten Otto Linder errichtet. Der Kirchenraum ist in der Form eines regelmäßigen Trapezes aufgebaut. Dieses ist im Zugangsbereich durch den Emporeneinbau, bzw. durch den mächtigen, in dreieckiger Grundrissform angelegten Turm abgeschlossen. Das gesamte Kirchenbauwerk ist komplett unterkellert. In den untergeschossigen Räumen befinden sich Gemeindesaal mit Nebenraumzonen, Gruppen- und Jugendeinrichtungen.
Der Kircheninnenraum hat sich seit der Erbauungszeit kaum verändert. Der Standort des Altartisches auf einem dreistufigen Unterbau, mit wenig Abstand zur Chorrückwand platziert, dokumentiert noch deutlich das liturgische Spannungsfeld zu Zeiten der Erbauung. Im Kirchenraum selber wirkt alles etwas „haltlos“ und provisorisch. Ziel der Maßnahmen wird es deshalb sein, den Raum auf seine ungestörte und interessante Grundcharakteristik zurückzuführen.

Der Chorraum soll in zurückhaltender Weise für eine zeitgemäße Liturgie umgestaltet werden. Durch den Abtrag der zwei oberen Stufen der bestehenden Altarinsel kann der vorhandene Altartisch ein deutliches Stück Richtung Kirchenraum platziert werden.

Die Holzablagen der Kommunionbänke sollen entfernt werden um Kirchen- und Chorraum füreinander zu öffnen. Die aus Eisenguss anspruchsvoll gestalteten Unterbauten der Kommunionbänke bleiben erhalten, fassen den Standort des Ambos ein, werden zur Stele der Osterkerze umgearbeitet oder zu Kerzenständern umgerüstet. Der augenblicklich in eine Wandnische der Chorrückwand eingelassene Tabernakel soll künftig auf einer Stele, frei vor der raumhohen Glaswand des südlichen Chorraumes zu stehen kommen.

Ein wesentliches Manko des Raumes ist die katastrophal schlechte Beleuchtung. Diese muss durch ein, dem Raum zuträgliches, komplett neues Beleuchtungskonzept verändert und verbessert werden. In dem Zusammenhang müssen auch Elektrik und Schaltschrank erneuert, bzw. umgerüstet werden.

Auch der Blick zurück auf die Empore im Eingangsbereich der Kirche ist ernüchternd. „Fremd und alleingelassen“ wirkt die Konstruktion. Zusammen mit dem geplanten neuen Orgelinstrument und den erforderlichen baulichen Begleitmaßnahmen kann dieser Raumeindruck nachhaltig verbessert werden.

Die Gestühlsböden und Gestühl werden „grundgepflegt“, ansonsten aber belassen.