Mosbach-Waldstadt - St. Bruder Klaus

1977 - 1981 errichtet
Einbau eines Gemeindesaals in die Kirche

Der neue Gemeindesaal wird im Bereich der ehemaligen Werktagkapelle in die Kirche eingebaut.
Ein Durchbruch in der westlichen Kirchenaußenwand erweitert die Saalfläche nach außen und eröffnet dem Saal einen Blick in den neuen „Gemeindegarten“. Von dieser Seite fällt über eine große Glasfassade Tageslicht in den Gemeindesaal.
Als Eingang der neuen Gemeinderäume dient der bestehende, nördliche Kircheneingang. Ein direkter Zugang vom Kirchenraum ist ebenfalls vorgesehen. Der westliche Kircheneingang dient künftig als Nebeneingang zur Anlieferung der Küche.
Die Sitzplatzzahl der Kirche reduziert sich künftig durch den Saaleinbau auf etwa 240 Sitzplätze.
Es entfallen zwei der vorhandenen Kirchenbankblöcke, wobei ein Kirchenbankblock teilweise durch die vorhandene Reihenbestuhlung der ehemaligen Werktagkapelle ersetzt wird.
Das Konzept des Neubaus greift die Faltungen des Kirchendaches auf.

Sowohl die Wand- und Dachflächen des Saaleinbaus spielen mit den umgebenen Raumflächen. Dabei bleibt der neue Gemeindesaal von seiner Gesamthöhe unterhalb des bestehenden, umlaufenden Fensterbandes der Kirche.
Das Kirchendach mit Deckengemälde bleibt unberührt und der Kirchenraum ist weiterhin als Ganzes wahrnehmbar.
Die Fassade des neuen Baukörpers soll sich farblich in den Kirchenraum einfügen und  - trotz der Faltungen - durch glatte, ruhige Oberflächen im Kirchenraum zurücktreten.
Das Raumkonzept des Einbaus umfasst einen Saal mit Foyer- und Garderobenbereich, Damen- und Herren-WC, ein behindertengerechtes WC, einen Technikraum und eine Küche.
Der Neubau wird als Holzbaukonstruktion auf die bestehende Bodenplatte der Kirche gestellt.


< Hugo-Häring-Auszeichnung 2017 des Bundes Deutscher Architekten